Ayurveda (übersetzt = Wissen vom Leben) ist eine traditionelle, ganzheitliche indische Heilkunst, die Körper Geist und Seele gleichermaßen berücksichtigt. Nach dieser Lehre gibt es die drei Bioenergien Vata (Wind, Luft und Äther Pneuma), Pitta (Feuer und Wasser, Chole) und Kapha (Erde und Wasser, Phlegma). Diese Energien sollen bei einem gesunden Menschen im Einklang stehen. Ernährungsweise und Massagen helfen dabei.
Ayurveda-Massage wird auch als Marma-Massage bezeichnet, da sie durch die Stimulation der Marma-Punkte wirkt. Der menschliche Körper verfügt über 108 Marma-Punkte (auch Vitalpunkte), die als Zentrum des Lebens betrachtet werden. Die Ayurveda-Massage setzt die genaue Kenntnis dieser Marma-Punkte voraus.
Ayurveda-Massagen bewirken eine Entschlackung
des Körpers und Aktivierung der Energien. Sie gehören zum Bereich
"energetische Massage" und werden überwiegend als Wellness-Anwendung
zur Entspannung und zur Stärkung des Immunsystems, seltener zur Heilungsunterstützung
bestimmter Leiden eingesetzt.
Oft praktiziert werden ayurvedische Yoga-Massage und Abhyanga-Massage.
Die ayurvedischen Yoga-Massage beinhaltet Elemente der traditionellen Thai-Massage und des Yoga. Es handelt sich um eine Tiefengewebsmassage mit Ölen und Kräutern, ursprünglich in Indien entwickelt. Massage und Yoga-Dehnungen kräftigen das Immunsystem, entgiften und entspannen.
Abhyanga ist eine Ganzkörperbehandlung mit warmem Öl, dabei werden von den Haaren bis zu den Füßen kräftige Streichbewegungen ausgeführt. Im Ayurveda wird die tägliche Selbstanwendung empfohlen. Abhyanga wird aber auch von Therapeuten zwei- oder vierhändig angeboten - oft als Behandlung von Frau zu Frau.